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80% weniger Falschparker in drei Tagen – Resümee der bundesweiten Aktionswoche #FreieWege

Von Halle Verkehrt angestoßen, haben der VCD Bundesverband und wir als Initiative Clevere Städte zur bundesweiten Falschparker-Aktionswoche aufgerufen. Die Resonanz war super: auf der Straße, in den Medien, mit kreativen Aktionen und der klaren Botschaft: Falschparken geht nicht, ist egoistisch und Bußgelder müssen erhöht werden. In Berlin konnte in der Radfahrerhölle Oranienstraße das Falschparker-Problem nach nur drei Tagen um 80% reduziert werden.

Falschparker-Aktionen: Eine Übersicht Deutschland- und weltweit

Falschparker wegtragen, in Weihnachtspapier einpacken, mit Sprühsahne die Radweg-Markierungen notfalls über Blech nachziehen, die guten alten Spuckis oder die Wegeheld-App: Es gibt viele Wege, politisch auf Falschparker aufmerksam zu machen oder mit einem kleinen Stubser einen Hinweis zu geben. Hier die ultimative Übersicht, teilweise zum Nachmachen geeignet!

Jubiläum: Falschparker-App Wegeheld seit vier Jahren online

Vor genau vier Jahren hat die Initiative Clevere Städte die kostenlose Falschparker-App Wegeheld online gestellt, die inzwischen mehr als 100.000 Mal heruntergeladen wurde. Die Nutzer können Falschparker, die andere Verkehrsteilnehmer blockieren und gefährden, auf einem „Internet-Pranger“ veröffentlichen oder direkt beim Ordnungsamt anzeigen. Das Zuparken von Geh- und Radwegen ist vor allem in Städten zunehmend zum Ärgernis und Sicherheitsrisiko geworden. Etliche Verbände fordern dank der Initiative nun auch höhere Bußgelder für Falschparker auf EU-Niveau von 100 Euro.

Für Deutschlands erstes Radverkehrsgesetz mit Deutschem Fahrradpreis ausgezeichnet

Erst Essen, dann Trinken: In Essen wurde am 22. Februar 2018 unsere Initiative Volksentscheid Fahrrad mit dem Deutsche Fahrradpreis ausgezeichnet. Aus der Laudatio des Leiters der Grundsatzabteilung des Bundesverkehrsministeriums: Berlin erlebt einen Aufbruch, wo in Sachen Radverkehrsförderung seit Jahren Stagnation dominiert. Hervorzuheben ist das langanhaltende und konsequente Engagement und deren kreative Herangehensweise. Beachtliche ehrenamtliche Kräfte wurden mobilisiert. Das Leuchtturmprojekt hat Vorbildfunktion für weitere Städte im In- und Ausland; es hat die Wichtigkeit und Bedeutung des Radverkehrs in die Medien und auf die Straße gebracht. So hat die Initiative politisch und kommunikativ die Verkehrswende in Berlin angestoßen.

Die 1-Euro-Petition: Für einen Euro pro Tag Bus und Bahn fahren

Berlin, 15. Feb. 2018: Die Initiative Clevere Städte hat heute eine bundesweite Petition gestartet: Die Bundesbürger sollen ab dem 1.1.2019 für einen Euro pro Tag Bus  und Bahn fahren können. Die Bundesregierung soll zur Finanzierung 8 Mrd. Euro Diesel-Subventionen umwidmen. So sollen mehr Menschen ihren Diesel-Pkw stehen lassen und auf Bus und Bahn umsteigen. Die Petition entwickelt damit den Vorstoß der Bundesregierung für einen bundesweiten kostenlosen ÖPNV weiter in eine realisierbare Maßnahme gegen Fahrverbote und Klimaschutz.